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Das »arbeitende Museum« Elmsteiner Wappenschmiede

Die Elmsteiner Wappenschmiede – eine Werkzeugschmiede des 18. Jh. und erst 1975 stillgelegt – ist unseres Wissens nach die drittletzte wassergetriebene Hammerschmiede in ganz Rheinland-Pfalz, die bis heute erhalten blieb.

Um dieses bemerkenswerte technische Kulturdenkmal, das die Gemeinde Elmstein von Nachkommen der Schmiedefamilie Haag erworben hat, wurde im April 2012 ein gemeinnütziger Förderverein mit dem Ziel gegründet, die Schmiede nach betriebsbereiter Instandsetzung des Hammerwerks im Rahmen eines „arbeitenden Museums“ mit Schmiedevorführungen, -kursen und Mitmachangeboten interessierten Besuchern zu präsentieren.
 Neben der damals bereits hundertjährigen Schmiedewerkstatt wurde zum Ende des 19. Jh. der Betrieb einer Sägemühle aufgenommen, deren Gebäude ebenfalls innerhalb des Museumsbetriebs – nach Möglichkeit unter Komplettierung ihrer zwischenzeitlich großenteils verlorenen technischen Einrichtung – zugänglich sein soll.

Eine enge thematische Verzahnung zwischen dem forst- und waldhistorischen Museum „alte Samenklenge“ und der Wappenschmiede ist durch die gewerbliche Produktion der Schmiede in Form von Werkzeugen für den Forstbetrieb (und im Rahmen der Betriebserweiterung durch die Sägemühle)im waldreichen Elmsteiner Tal gegeben.
Das über der Werkstatt entstehende Wappenschmiedemuseum wird neben Produkten und Dokumenten der Elmsteiner Schmiede auch Materialien zu anderen Wappenschmieden der Pfalz, zu Bergbau sowie Verhüttung und Stahlerzeugung im Umkreis des Elmsteiner Tales zeigen. Der Besucher kann hier die Technik grundlegender Hammerwerkskonstruktionen an Zeichnungen und funktionsfähigen Modellen nachvollziehen – ein alter Film lässt Arbeitsgänge zur Erzeugung eines Hackenblattes miterleben.

Ein weiterer Aspekt des Museums soll der Wohnsituation bis in die jüngste Zeit gewidmet sein.

Das Nutzungskonzept für die Schmiede umfasst Elemente der musealen Präsentation traditioneller Handwerkstechnik, einer milden Aktivierung historischer Hammerwerkstechnik im Rahmen des Vorführbetriebs samt museumspädagogischen Angeboten für die Besucher, touristischer Zielsetzungen und einer aktiven Denkmalpflege im Rahmen der betrieblichen Nutzung, welche die langfristige Erhaltung der Schmiede fördern soll.




 Dieses Angebot wird im Rahmen des Entwicklungsprogramms  PAUL unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes  Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Umwelt,  Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz,  gefördert.

          EUROPÄISCHE UNION
          Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums:
          Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.
 


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