Wanderweg (10,5 km)

Elmstein – Rehfelsen – Kurfürstenstuhl – Signal –
Bloskülb – Röderthal – Elmstein (10,5 km – 3 Stunden)

 

Elmstein in der geografischen Mitte der heutigen Pfalz war bevorzugter
Aufenthalt der Jäger aus Kurpfalz, als deren Symbolfigur Johann Casimir
gilt. Auf seinen Spuren bewegt sich der Rundwanderweg mit der gelben
Markierung 8.

Er entspricht im unteren Teil vom Schulhof aus am Speyerbach entlang
zum Aussichtspavillon auf dem Rehfelsen und weiter durch den hohen
Fichtenwald den Haag des Möllbergs hinauf dem Weg Nummer 1 und
wird bis zum „Drehpunkt“ nach dem Kurfürstenstuhl von der PWV-
Markierung gelb – roter Strich begleitet. Es sind etwa 360 Höhenmeter
Aufstieg zu überwinden, und oben, auf der Höhe vor und nach dem
Kurfürstenstuhl sowie im ersten Teil des Abstiegs von der Bloskülb,
bieten sich reizvolle Panoramablicke auf die Randberge der Haardt und
nach Norden bis zum Donnersberg.

Den Blick vom Rehfelsen aus muss sich der Wanderer immer wieder
genehmigen. Er ist das unmittelbare Gegenüber der Burg, die dem Dorf
den Namen gab. In der nächsten Stunde steigt der Weg kontinuierlich
an. Dann wird der Wald artenreicher, der Anstieg flacht ab, verschafft
Erholungsphasen. Die 5 aus dem Iggelbacher Wegenetz kommt dazu,
dann wächst rechts vom Weg eine Eichennachzucht –
forstwirtschaftliche Investition in die Zukunft. Ein Alteichenbestand mit
Naturverjüngung schließt sich an. Hier lohnt der Blick zurück. Ein paar
Minuten später öffnet sich die Landschaft über die linke Schulter und
eine Kiefern – Dickung. Rechts von uns der felsenbesäte Berggrat, dann
im flachen Teil der Hinweis auf dem Schild und auf einem Fels:
Kurfürstenstuhl 136 Meter.

Er ist mit einem Pfad zu erreichen jenseits der Stroben, Douglasien und
Kiefern im Jungeichenbestand nicht zu verfehlen: Eine natürliche
Ausformung im Fels, von der staunenden Nachwelt der einstigen
Herrschaft zugeschrieben. Der Zollstock lässt auf barocke Konturen
schließen. Heute sitzt man bequemer. Eine Holzbank steht daneben.

Zurück durch den Nadelwald und auf dem gehabten Weg in der
eingeschlagenen Richtung weiter, wölbt sich vor uns der flach Rücken
der Bloskülb, auf deren höchstem Punkt zu Napoleons Zeiten ein Signal
gestanden hatte. Der Standort ist in den Karten noch vermerkt; unser
Wanderweg 8 – hier ohne Begleitung des gelb – roten Strichs – kommt
ziemlich dicht daran vorbei. Die Suche lohnt nicht ; es ist nichts übrig
geblieben.

Wir sind zehn, zwanzig Meter unter der Gipfelhöhe und können uns,
wenn wir durch den lichten Wald nach links über die Höhen blicken,
recht gut in die Situation des Bedienungspersonals versetzen, das auf
der Strecke Paris – Elmstein – Mainz und zurück die amtlichen
Nachrichten zu signalisieren hatte. Drüben breitet sich das Höhendorf
Esthal neben uns aus, in der Ferne schimmert der Donnersberg, vor
uns bestimmen Weinbiet und Kalmit das Bild, und beim Abstieg von der
Bloskülb erhaschen wir noch die Kontur des Osterfelsen. Drunten links,
dann rechts schimmern die Häuser von Iggelbach zu uns herauf. 20
Minuten nach dem Signal sind wir bei der Iggelbacher Sportanlage.

Beim Tennisplatz beschreibt der Wanderverlauf eine scharfe
Linkskehre. Geradeaus geht’s dort zum Stammingerbrunnen. Wir aber
steigen gleich rechts weiter ab und gelangen auf einen Gratweg, der
uns bis zum Rand der Siedlung Röderthaler Hof führt. Um hinaus auf die
Kreisstraße zu gelangen, müssen wir diesseits der Einzäunung noch ein
Stück das Haselbach hinein und drüben auf dem Talweg an den
ehemaligen Erzgruben vorbei hinaus zur Straße. Der Rest ist Asphal t
und zieht sich etwa zwei Kilometer.
 
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