Wanderweg (4,5 km)

Elmstein – Friedhof – Weihersberg – Harzofen – Abrain –
Elmstein (4,5 km – 1 ¼  Stunden)

 

Beim Elmsteiner Friedhof am Rande der Ladstraße zieht ein ganzes
Bündel von Markierungen zum Weihersberg hinauf. Sie haben zum Teil
recht ferne Ziele. Wer der gelben Nummer drei folgt, ist – rund um den
Berg – binnen einer guten Stunde zurück.

Und das geht so: An der äußeren Schmalseite des Friedhofs auf
Sandsteinpflaster das Gässchen im Linksbogen hinauf und über den
Fahrweg hinweg in den Kiefernbestand. Diese Hauptbaumart des
Pfälzerwaldes gedeiht auf trockenen sandigen Böden und hat die
ursprünglichen Eichen – und Buchenwälder rund um Elmstein
weitgehend zurückgedrängt Die Kiefer gehört zu den Baumarten, die
wertvolle Stämme nur erzielen, wenn sie dicht gepflanzt werden.
Im Laufe ihres 120 -  bis 140jährigen Lebens müssen diese Bestände
mehrmals durchforstet werden,  so dass am Ende noch etwa 120 bis
150 Kiefern auf den Hektar Waldfläche kommen. Was aus ungezügelt
wachsenden Kiefern wird, ist rund um Elmstein auf Privatgelände häufig
zu sehen. Aus ökologischen Gründen ist der Kiefer grundsätzlich die
dienende Buche beigesellt. Sie verbessert als „Mutter des Waldes“ den
Boden und beschattet den Stamm.

Der Bestand hie an der Westflanke des Weiherbergs ist in einem Alter,
in dem das bei Durchforstungen gewonnene Holz früher fast
ausschließlich zum Grubenbau in den Bergwerken, heute mehr als
Ausgangsmaterial für die Papiererzeugung verwendet wird.

Am Waldrand haben wir über den Friedhof hinweg zur katholischen
Kirche einen schönen Blick auf Teile des Dorfes. Dann wird der Anstieg
monoton. Nach einer Viertelstunde, fast auf der Höhe des breiten
Weiherbergrückens, entwirrt sich das Markierungsbündel; wir folgen
dem (Naturfreunde -) N und der gelben 3 hinüber zur Ostflanke des
Bergs. Ein schmaler Streifen Douglasien – Jungwald verschafft Auge
und Nase Abwechslung. Auch hier oben ist das Gelände streckenweise
mit Trockenmauern terrassiert, um es landwirtschaftlich nutzen zu
können. Einige regenerierte Apfelbäume zeugen von einstiger
Landwirtschaft auf  privaten Böden, die längst der sich selbst
überlassene Wald zurückgewonnen hat. Ohne die ordnende Hand des
Försters entstehen leicht merkwürdige Wuchsformen. Diese inzwischen
bewaldete ehemalige Feldmark über Appenthal heißt Abrain. Unter uns
– man sieht sie nicht, man hört sie allenfalls – zieht die Harzofenstraße
taleinwärts. Wo sich nach einer Viertelstunde Alleingang mit  N und 3
der Pfad in eine Lichtung senkt, weitet sich die Landschaft zu einem
Kessel, und wir erkennen ein Stückchen vom Anwesen Ludwigshafener
Naturfreundehauses. Man kann in wenigen Minuten dorthin absteigen.
Der Rundwegverlauf aber beschreibt schon bei der ersten Hochwald –
Buche eine scharfe Rechtskehre und verweist uns auf einen Pfad, der
zwischen den beiden nächstunteren Fahrwegen durch eine
Douglasienschonung zurückläuft. Der Douglasienanbau hat
zwischenzeitlich seinen festen Platz in der waldbaulichen Planung und
ist stark verbreitet.

Eine Viertelstunde nach dem Blickkontakt mit dem Naturfreundehaus
steigen wir in unmittelbarer Nähe des Fernseh – Umsetzers auf den
nächsten Fahrweg ab und wechseln nach ein paar Schritten auf einen
Pfad über, den Verkehrsgeräuschen der Landstraße zu. Eine Schneise
gibt den Blick auf die Elmsteiner Freizeitanlage frei, dann sind wir, zehn
Minuten nach dem Umsetzer, am Waldrand unmittelbar über den
Gewächshäusern einer großen Gärtnerei im Tal. Der Weg zum
Ausgangspunkt ist nicht mehr zu verfehlen.
 
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