Kirchen in der Gemeinde

Kirchen in der Gemeinde

Prot. Kirche Elmstein

Eine Kirche taucht in Elmstein erstmals 1470 urkundlich auf (St. Simon und Judas). Auf ihrem Platz steht heute die protestantische Kirche, die 1841/43 von August von Voit erbaut wurde und 1900/01 den heutigen 46 m hohen Turm erhielt.

RITTER HEINRICH VON PAGK
Ein in der Kirche eingemauertes Epitaph (Andachtsbild / Grabsteinplatte) erinnert an den beliebten Ritter Heinrich von Pagk (1516) gegen dessen Sohn Albrecht die Gemeinde beim Kurfürst Klage führte um ihre alten Rechte durch einen neuen kurfürstlichen Vertrag wieder zu erlangen. Johannes von Lewenstein, designierter Domherr der Speyrer Kirche, nennt ihn einen einflussreichen Ritter, der große Erfolge beim Sammeln für die Kirche hatte. Auch war er Geschworener der Caplanei von Appenthal.

Maria Heimsuchung (katholisch)

Die kleine katholische Kirche „Maria Heimsuchung“ stammt aus dem Jahre 1765 und besitzt eine berühmte Hermann-Schlimbach-Orgel, die 2002 völlig restauriert wurde.

DIE KIRCHE
Die Kirche „Maria Heimsuchung“ ist die einzige intakte barocke Dorfkirche der Verbandsgemeinde Lambrecht. Sie ist aus rotem Sandstein und Holz erbaut, die in der näheren Umgebung gewonnen wurden. Zum Gedächtnis des Paters Jakob Geisweiler (gestorben 1767), der sich vehement für die Errichtung der neuen Kirche einsetzte und Fördergelder sammelte, ist ein Epitaph in die Wand im Kircheninnere eingelassen. 1766 wurde eine kleine Glocke beschafft, die heute noch im Dachreiter hängt. Auf ihrem Mantel sind die Worte „ 1766 goß mich Johann Zimmermann in Mannheim“ eingraviert. Der ursprüngliche Altar wurde unter Pfarrer Hauck 1965 durch den jetzigen bayerischen ersetzt.

 
 
Kirche Herz Mariä

Die katholische Kirche „Zum unbefleckten Herzen Mariä“ von 1952 war die erste Herz-Mariä Kirche der Pfalz. Sie wurde errichtet, nachdem die katholische Kirche „Maria Heimsuchung“ für die steigende Katholikenzahl in Elmstein nicht mehr ausreichte. In ihr befinden sich Reliquien der Heiligen Maria Goretti und Ludwig Maria Grignion.

Turmruine Appenthal

Die Turmruine in Appenthal ist das Überbleibsel einer aus rotem Sandstein gefertigten Kirche, die Ende des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. Aufgrund seiner dicken Mauern konnte sich der „Alte Turm“ bis zur heutigen Zeit erhalten, während der Rest des Gebäudes schon im 16. Jahrhundert verfiel. Gestiftet wurde die „Capelle“ zu Ehren der heiligsten Jungfrau Maria von Pfalzgraf Philipp.

DIE BAUMEISTER
Die spätmittelalterliche (spätgotische) Bauweise des Turms zeichnet sich vor allem in den hohen, spitzbogigen Fenstern mit
Maßwerkresten, aber auch in Simsen und Profilen sowie dem Vorhangbogengewände der kleinen Tür auf der Turmsüdseite aus. Des Weiteren sind die Rand- und Gewändesteine mit den Steinmetzzeichen der Meister, die sie sorgfältig behauen haben, versehen. Aufgrund der Menge an Zeichen lässt sich daraus schließen, dass für den Bau der Kirche viele Bauleute benötigt wurden. So findet man alleine an der Turmruine etwa 32 verschiedene Gravuren. Eine große Besonderheit an der Ruine ist der Großteil an Werkmeisterkennzeichen, die der berühmten Straßburger Bauhütte zugeordnet werden können. So ergaben Untersuchungen, dass die meisten Zeichen am Turm in Appenthal mit denen am Straßburger Münster übereinstimmen. Man kann also davon ausgehen, dass ein Bautrupp aus Straßburg bei der Entstehung der Appenthaler Kirche beteiligt war.
Kirche in Iggelbach (protestantisch)
Die protestantische Kirche in Iggelbach entstand 1931.

St. Wendelinus und Hubertus in Speyerbrunn (katholisch)

Die katholische Kirche
„St. Wendelinus und Hubertus“ in Speyerbrunn wurde 1932 erbaut.

DAS KULTURGUT
Der Aufbau der Sandsteinkirche ist einschiffig mit einem achteckigen Chorschluss, am Chor befindet sich ein 20 m hoher Turm. Dessen Turmkuppel ist in einem „einfachen bodenständigen Barock“ gestaltet. Die Kirche umfasst 150 Sitz- und 100 Stehplätze und wurde, was die Innenausstattung betrifft, mehrmals dem Zeitgeschmack angepasst. Zuletzt war dies in den 1970ern der Fall.
 St. Wendelin ist der Schutzheilige der Bauern, Hirten und Schäfer, während der heilige St. Hubertus die Jäger, Schützen Metzger u.a. beschützt. Beide hatten eine besondere Bedeutung für die Dorfbewohner, da die Menschen gerade in dieser Region besonders auf sie angewiesen waren.
 

 
Glockenturm in Iggelbach

Der Glockenturm in Iggelbach feierte im Jahre 2000 sein 100jähriges Jubiläum. Zur Zeit der Errichung war er der Grund eines dreijährigen Streites - „Iggelbacher-Glockenkrieg“.
Heute gilt er als Symbol des Friedens innerhalb der Dorfgemeinschaft.

DIE GROSSE DISKUSSION
Die Diskussion wurde durch die Frage nach der Verwendung des Kassenbestands der Holzhauerkasse entfacht. Diese wurde durch die gesetzliche Krankenversicherung ersetzt und zahlte lediglich das Sterbegeld aus. Da man den Restbestand von 3003 Mark nicht wieder unter den Einzahlern aufteilen konnte, denn es wohnten nicht mehr alle in der Gemeinde, musste entschieden werden, wo das Geld gebraucht wurde.
Glockenturm in Appenthal
Der Glockenturm in Appenthal 1889/1909 vom Glockenverein Appenthal e.V. errichtet, dient heute noch der Durchführung des Glockengeläutes bei allen kirchlichen und weltlichen Anlässen sowie bei Beerdigungen.
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